Wo unsere Milch-
und Käsevielfalt
herkommt.
Milcherzeugnisse aus Bayern sind an Qualität und Geschmacks- varianten einzigartig in Deutschland.
Ein Reichtum, der viele Eigenschaften und Merkmale hat. So gibt es bei uns in Bayern nicht nur
viel Gutes aus Milch genießen, sondern auch Vieles darüber zu sagen...
Wo unsere Milch-
und Käsevielfalt
herkommt.
und Käsevielfalt
herkommt.
Milcherzeugnisse aus Bayern sind an Qualität und Geschmacks- varianten einzigartig in Deutschland.
Ein Reichtum, der viele Eigenschaften und Merkmale hat. So gibt es bei uns in Bayern nicht nur
viel Gutes aus Milch genießen, sondern auch Vieles darüber zu sagen...
Über 38.000 Milch-
lieferanten.
lieferanten.
Lassen wir einfach mal die Zahlen sprechen: 2010 gab es in Bayern 38.040 Milchlieferanten. Diese haben rund 7,29 Millionen Tonnen Milch an die bayerischen Molkereien und weiterverarbeitenden Betriebe geliefert. Das entspricht mehr als einem Viertel der gesamten Milchproduktion in Deutschland. Ein Erfolg, hinter dem sowohl kleine als auch große Milcherzeuger stehen. So gibt es in Bayern Höfe mit drei Kühen und Betriebe mit bis zu tausend Tieren, die auf die unterschiedlichsten Arten gehalten werden. Viele davon sind Familienbetriebe. Sie betreiben die Milchviehhaltung als Nebenerwerb oder im Hauptberuf. Doch eines tun sie alle: hochprofessionell für erstklassige Milchqualität sorgen – was oft ganz schön harte Arbeit ist.

Milchtradition
bedeutet: an die
Zukunft denken.
bedeutet: an die
Zukunft denken.
Seit mehr als zweieinhalbtausend Jahren wird in Bayern Viehhaltung betrieben. Schon die Kelten haben ihre Kühe auf den Berghängen weiden lassen. Sie brachten auch den ersten Käse von den Römern mit über die Alpen. Und damit das Handwerk der Käseherstellung. 1821 kamen Schweizer Senner ins Allgäu, um Käse nach Emmentaler Art herzustellen. Die Rezepte für Limburger und Romadur wurden 1830 von dem Agrarreformer Carl Hirnbein aus Belgien mitgebracht. So ist in Bayern das Wissen um die Milchverarbeitung über lange Zeit gewachsen. Und das Milchhandwerk in Bayern entwickelt sich weiter. Ständig wird Neues ausprobiert, Veraltetes modernisiert und Bewährtes zu verbessern versucht. Schließlich ist auch Milchwissen nur das, was man daraus macht.

Die Damen von
der Wiese.
der Wiese.
Sie heißen meistens Renzi, Zenzi, Alma, Resi oder Susi. Und mit Familiennamen Fleckvieh, Braunvieh, Gelbvieh, Murnau Werdenfelser und Pinzgauer. Sie leben in Süddeutschland, und jede hat ihre Eigenheiten. Das Fleckvieh, die häufigste Kuhrasse in Bayern, gibt pro Jahr bis zu 6.550 Liter Milch. Das Braunvieh gibt etwas weniger, dafür ist seine Milch etwas Besonderes, denn es lebt in den Bergen und frisst Gras und Kräuter. Die Milch der Rasse Jersey ist sehr fettreich und eignet sich besonders gut für Rahmkäse und andere Spezialitäten. Und die Rasse Pinzgauer ist so selten geworden, dass sich der Rinderzuchtverband Traunstein ihrer ganz besonders annimmt. Falls Sie eine der Damen mal persönlich kennenlernen möchten - bei rund 1,24 Millionen Milchkühen in Bayern dürfte das kein Problem sein.

Genuss auf 35.000
Quadratkilometern.
Quadratkilometern.
Vom Chiemgau bis zur Rhön, und vom Donau-Ries bis zum Fichtelgebirge: im Milchland Bayern werden über 50 Prozent der Fläche land- und 35 Prozent forstwirtschaftlich genutzt – insgesamt rund 35.000 km². Dabei entstand das „grüne Bayern“, wie wir es heute kennen, erst Anfang des 19. Jahrhunderts. Damals kam es zum Beispiel im Allgäu zu einem flächendeckenden Wandel vom Ackerbau zur Weidenutzung. Es entstanden Wiesen, Weiden und in den Berggebieten Almen/Alpen. Eine Kulturlandschaft, die auch heute vorwiegend durch die Landwirtschaft gepflegt und erhalten wird. Sie schafft die Grundlage für die moderne Milchwirtschaft und eine Fülle an Milch- und Käsespezialitäten – Genüsse aus Bayern, die einmalig sind auf der Welt.

76 Molkereien und
viele Käsereien.
viele Käsereien.
Wir haben nachgezählt: Bayern hat die meisten Molkereien. Allein 76 der rund 145 Molkereien Deutschlands sind in Bayern ansässig. Dazu kommen viele Direktvermarkter, die selbst Käse- und Milchspezialitäten herstellen. Es gibt in Bayern also die kleine Käsemanufaktur genauso wie den Hightech-Großbetrieb. Und das Familienunternehmen mit zehn oder zwanzig Angestellten ebenso. So verschieden die Herkunft und die Philosophie, die Größe und die Arbeitsweise, die Produkte und die Ideen unserer Molkereien und Käsereien sind – in einem sind sich alle einig: „G’schmackig“ muss es sein. Sonst wären wir ja nicht in Bayern.
Wer genau wissen will, welche Molkereien wo in Bayern zu Hause sind, wird auf unserer Molkereidatenbank fündig.

Zur Brotzeit ein
„Gepfeffertes
Ärschle”.
„Gepfeffertes
Ärschle”.
Das Gepfefferte Ärschle ist ein Weichkäse mit grünem Pfeffer – ein Beispiel von vielen für bayerische Käsespezialitäten zur Brotzeit. Auch Steinbuscher, Quärkla und Weißlacker gehören dazu. Und natürlich die Spezialitäten mit „geschützter Ursprungsbezeichnung“: Der Allgäuer Bergkäse und der Allgäuer Emmentaler – kein anderer Käse darf sich so nennen, da beide Käsesorten nur mit Allgäuer Milch und an bestimmten Orten im Allgäu hergestellt werden. Weitere typisch bayerische Schmankerl sind der fränkische Ziebeles-Käs, ein körniger Frischkäse, der mit Rahm, Zwiebeln und Schnittlauch angemacht wird. Auch die Allgäuer Kässpatzen dürfen nicht fehlen, und als Nachtisch gibt es Käsmatteblaaz: einen süßen Käseblechkuchen mit Schichtkäse, Sahne und Sauerrahm aus dem Spessart.

Milch –
ein bayerisches
Kulturgut.
ein bayerisches
Kulturgut.
Das Milchland Bayern lebt von einer Vielzahl an Kulturen und Lebensweisen. Denn Franken, Schwaben, Oberpfälzer und Altbayern unterscheiden sich nicht nur im Dialekt. Auch die verschiedenen Mentalitäten sind ein Kennzeichen regionaler Kultur. Und die zeigen sich besonders beim Essen, Trinken und Genießen. So entsteht in den 29 historisch gewachsenen Regionen Bayerns eine Vielzahl unterschiedlicher Naturprodukte und Spezialitäten. Wein aus Franken, Bierhopfen aus der Holledau, Obst aus Rottal-Inn – um nur einige Beispiele für die Vielfalt regionaler Besonderheiten zu nennen. Milch und Käse sind da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Die Milcherzeugung und -verarbeitung spielen fast überall in Bayern eine Rolle. Sei es in der großen Wirtschaft, auf dem kleinen Hof oder in der heimischen Küche.

